Schulgärten

Im Rahmen des Gesamtkonzeptes

S L O W R E G I O N

im Hügelland östlich von Graz

Zwischenbericht
März 2005
Projektleitung: Theresia Krammer
Slow Food Expertise: Manfred Flieser
Phase I: Strategische Unterstützung: Kampus Consulting,
Externes Leader+ Management
Phase II: Mag.Heinrich-Maria Rabl

1. Projektskizze

Projektname:
Gesunde Schule – gesunder Kindergarten in der Slow Region Hügelland östlich von Graz („Schulgarten“)

ProjektträgerIn:
Verein Hügelland östlich von Graz

Ziel des Projekts:
AUSGANGSLAGE:

Das thematische Dach der Region Hügelland östlich von Graz bildet die Entwicklung hin zu einer Region, die ihre regionale Identität, Geschichte und ihre Besonderheiten zeigt – ganz im Sinne der internationalen Philosophie Slow Food, die nichts anderes anstrebt, als regionale Stärken auszubauen, tradiertes Wissen zu nutzen und alle in der Region lebenden Menschen in diesen Prozess einzubinden.

Das bedeutet für den kulinarischen Bereich – gemeinsam mit LandwirtInnen, DirektvermarkterInnen, Gastronomiebetrieben u.a. – eine Auseinandersetzung mit neuen Produkten, Verarbeitungsmethoden, Marketinginstrumenten: Welche Produkte kann ich anbieten? Wo gibt es für mich Marktnischen, die mir den Absatz der Waren garantieren? Was kaufen die KonsumentInnen, womit kann ich KäuferInnen locken? Welche Produkte ermöglichen mir eine gewinnbringende Preisgestaltung? Und hier schließt sich der Kreis: Die BürgerInnen sehen sich einer breiteren Produktpalette gegenüber und steuern mit ihrem Konsumverhalten entscheidend den Markt: Welche Lebensmittel kaufe ich ein? Wo kaufe ich ein? Wie vielfältig ist das Angebot? Nur was gekauft wird, bleibt am Markt, und wonach ständig gefragt wird, wird auch angeboten.

Das Hügelland möchte die Menschen in der Region auf diese Situation vorbereiten und ihnen Instrumente in die Hand geben: Sowohl auf Anbieterseite als auch auf Käuferseite. Die vielfältigen Möglichkeiten der landwirtschaftlichen Produktion, der Veredelung und der Verarbeitung sollen aufgezeigt werden und – im Rahmen dieses Projektes – v.a. die Kinder und SchülerInnen als künftige KonsumentInnen zu sensibilisieren und sie auf ihre Rolle als regulierende Einheit in der Marktwirtschaft spielend vorzubereiten. Engagierte LehrerInnen errichten in diesem Rahmen gemeinsam mit Kindern/SchülerInnen in den Schulen und Kindergärten des Hügellandes „Slow Food Gärten“, welche die Fülle der heimischen Kräuter und Gewürze und auch verschiedenster erhaltenswerter Obst- und Gemüsesorten widerspiegeln. Grundgedanken von Slow Food – also biologische, saisongerechte Produktion und Verarbeitung, innovative Produktentwicklung aber auch bewusstes Einkaufen und Kochen – sollen in den Unterricht der teilnehmenden Schulen bzw. in die Tagesgestaltung der Kindergärten Eingang finden.


ZIELE:

Ø nachhaltige Veränderung der Schulumgebung in eine Genuss- und Erlebniswelt.
Ø Bewusstseinsbildung bei Kindern und SchülerInnen für regionale, saisonale Produkte: Erweiterung des Blickwinkels für Essen abseits von Fast Food und Convenience Food
Ø Geschmacksschulung
Ø Interesse wecken für „selber kochen“ statt „selber aufwärmen“
Ø Einbinden der Eltern und damit „Konsumenten“ schulen; Interesse an der Macht des Konsumenten über Produktvielfalt und –angebot wecken


Zielgruppe(n):

Kindergartenkinder
SchülerInnen (Volksschulen, Hauptschulen, Polytechnische Schule)
LehrerInnen
Eltern


Maßnahmen:

Projektpartner(Innen):

1. St. Margarethen/R.: HS
2. St. Marein b. Graz: VS, HS, Polytechnische Schule
3. Kainbach b. Graz: VS Hönigtal
4. Nestelbach: VS
5. Laßnitzhöhe: VS / HS
6. Labuch: Kindergarten, VS (nach Beendigung des Umbaus)
7. Vasoldsberg: Hort
sowie die entsprechenden Mitgliedsgemeinden des Hügellandes östlich von Graz.


Projektstand:

Idee
Konzeptphase
X Umsetzungsreif


Geplante Projektdauer (in Monaten):

Start (Monat/Jahr): Dezember 2004
Ende (Monat/Jahr): Dezember 2006

Phasenplan 2005:

*) Die Pflanzung der Beerensträucher ist erst für Herbst 2005 geplant, da die Arche Noah für heuer einen Beeren-Schwerpunkt geplant hat und die Sichtung der Sorten erst erfolgt. Damit können die Maßnahmen entsprechend abgestimmt werden und das Hügelland ist auf dem aktuellsten Stand im Bereich alte Beerenobst-Sorten.

2. Statusberichte
2.1. Kainbach bei Graz
2.1.1. Protokoll der Erstbegehung

Zur Definition der geeigneten Flächen wurde gemeinsam mit Fr. Krammer und den verantwortlichen LehrerInnen eine Begehung aller Schulareale durchgeführt, bei der auch relevante Umsetzungskriterien und notwendige Maßnahmen besprochen wurden.

1) Begehung des Schulareals und Festlegung der zu bepflanzenden Flächen

Nach Begehung des Schulareals wurde die Begrenzung des Pausenhofes für eine gemischte Beerenhecke vorgesehen (Länge ca. 40 m). Da ein Schulumbau in diesem Jahr geplant ist, könnte der schadhafte Begrenzungszaun im Zuge des Schulumbaus durch ein Gerüst für die Beerenhecke ersetzt werden. Ein sehr schöner, aber ungepflegter Apfelbaum steht an der Schuleinfahrt, er soll geschnitten und zur Erntezeit eine Sortenbestimmung vorgenommen werden. Neue Apfelbaum-Setzungen sind ebenfalls geplant.

Der bestehende Komposter kann als gutes Beispiel für alle anderen Schulen und Kindergärten herangezogen werden; die entsprechenden Konstruktionen können im Rahmen des Werkunterrichts angefertigt werden (z.B. in den Hauptschulen bzw. der polytechnischen Schule für alle anderen teilnehmenden Schulen bzw. Kindergärten).

Die künftige Beerenhecke aus 2 unterschiedlichen Perspektiven

Beispiel für Komposter, wie bereits vorhanden bzw. im Werkunterricht anzufertigen

2) Besprechung der Kulturen, Schwerpunktsetzung

Als Schwerpunkt wird der Kartoffelacker mit 20 verschiedenen Kartoffelsorten festgelegt. Für den geplanten „Erlebnis – Kartoffelacker“ wird in der Nähe der Schule ein Grundstück gepachtet. Das „Jausengemüse“ wird in diesem Jahr in Pflanzenkisterln kultiviert, da alle SchülerInnen Anfang Juni in ein anderes Gebäude umziehen müssen.


3) Vorarbeiten seitens der Schule bzw. der Gemeinde

Im Zuge des Schulumbaues wird das Pflanzgerüst für die Beerenhecke hergestellt, bis zur Pflanzung der Beerensträucher soll eine Gründüngung mit Sonnenblumen erfolgen. Von der Gemeinde wird das Kartoffelfeld pflanzfertig vorbereitet.


4) Einbindung der SchülerInnen in das Projekt

Anfang Mai legen die SchülerInnen der 3. Klassen die Kartoffeln, für jedes Kind eine andere Sorte! Im Werkunterricht werden Beschriftungsschilder für die einzelnen Sorten hergestellt. Während der Vegetationszeit pflegen und beobachten die Kinder das Wachstum „ihrer“ Kartoffelsorte. Die Kartoffelernte wird von der gesamten Schule festlich begangen. Im Rahmen der Schulwiedereröffnung soll es ein großes Kartoffelfest geben. Die Beerensträucher werden im Herbst von den Kindern gepflanzt. Das Jausengemüse wird von jeder Klasse kultiviert (Fensterbank oder Balkon).


2.1.2. Pflanzenliste

Pflanzenliste VS Hönigtal (Kainbach)

Beerenhecke
Stk Pflanze Sorte
40 Himbeeren versch. Sorten
7 Brombeeren versch Sorten
2 500 Korn Sonnenblumen Ringo
250 g Gartenkresse
250 g Radieschen
8 Port. Schnittsalat
24 Schnittlauch
Kartoffel 80 lfm versch. erhaltenswerte Sorten
80 lfm 1 erhaltenswerte Sorte zur Weitergabe
2 kg Phazelia Balo
50 g Ringelblume Fiesta
Slow Region März 2005 Schulgarten

Theresia Krammer / Kampus Consulting 10


2.2. Labuch
2.2.1. Protokoll von Erstbegehung

1) Begehung des Kindergartenareals, Festlegung der zu bepflanzenden Flächen:

Beim Spielplatz und der geplanten Dreiradbahn sollen möglichst viele der vorhandenen Sträucher und Bäume erhalten bleiben, straßenseitig hinter einem Bretterzaun ist eine Brombeerhecke geplant, gegenüber bietet sich die Errichtung einer Himbeerhecke an. Der „alte Apfelbaum“ (Ilzer Weinler oder Ilzer Rose) steht im Eingangsbereich. Im Innenhof ist eine ca. 9m lange Duft- und Teekräuterrabatte vorgesehen, abgeschlossen durch einen Feigenbaum. Der „Kräuterteppich“ im Innenhof umfasst ca. 35m², soll mit Rindenmulch begrenzt werden und begehbar sein.

Das Gelände befindet sich derzeit noch im Umbau!

Sowohl Kindergarten als auch Volksschule befinden sich derzeit noch im Umbau, d.h. die Gestaltung der künftigen Gärten ist derzeit noch sehr flexibel und die Ideen des Hügellandes lassen sich gut in die derzeitige Umgestaltungsphase integrieren.

2) Besprechung der Kulturen, Schwerpunktsetzung:

Schwerpunkt sind die Kräuter.
Himbeer- und Brombeerhecke sollen die Funktion eines Sichtschutzes und einer „Naschhecke“ erfüllen.

VerwendetePflanzen:
Ilzer Weinler (Rose), Himbeeren, Brombeeren, einjährige und ausdauernde Kräuter

3) Vorarbeiten seitens des Kindergartens (Schule) bzw. der Gemeinde:

Da Schule und Kindergarten gerade umgebaut werden, werden die vorgesehenen Flächen nach Umbauende pflanzfertig vorbereitet und bis zur Pflanzung der Hecken mit Gründüngungspflanzen (Phacelia, Sonnenblumen) versehen. Kräuterbeet und Kräuterrabatte werden im Frühling bepflanzt. Die Gerüste für die Heckenpflanzen werden von der Gemeinde errichtet.

4) Einbindung der Kinder in das Projekt:

Naschhecken für die Kindergartenjause, Kräuter ernten, trocknen, Tee kochen, evtl. Verkauf an Eltern oder bei Festen.

5) VS Labuch

Da der VS sehr wenig Platz zur Verfügung steht und der Umbau ebenfalls noch nicht beendet ist, wird als Abgrenzung zum Nachbargrundstück eine gemischte Beerenhecke vorgesehen, eventuell eine Ecke mit Wildobst und ein „alter Apfelbaum“ im Pausenhof. Eine endgültige Festlegung kann erst nach Einebnung des Grundstückes erfolgen.

2.2.2. Pflanzenliste

Kräuterteppich
Stk Pflanze Sorte
400 Mattenthymian praecox spp. Articus "Minor"
96 röm. Kamille nobilis dAnjou
6 Ananassalbei rutilans
6 Zitronenmelisse officinalis
1 Port. Ringelblume officinalis
100 Zitronenthymian Anderson`s Gold
Kräuterrabatte
Stk Pflanze Sorte
3 Borretsch ausdauernd pygmaea
3 griech. Bergminze nepeta
1 Echinacea Magnus rot
1 Echinacea paradoxa gelb
1 Echinacea alba weiß
1 Gewürzfenchel vulgare
3 Zitronenjohanniskraut
1 Zitronenverbene citriodora
3 Schokoladenminze "AfterEight"
3 Goldmelisse didima "Squaw"
3 Nachtkerze biennis
Slow Region März 2005 Schulgarten

Theresia Krammer / Kampus Consulting 14

3 Salbei "Icterina"
1 Königskerze bombyciferum
1 Apfelbaum Ilzer Rose
1 Bayernfeige Violetta
60 Himbeeren versch. Sorten
10 Brombeeren versch. Sorten
Slow Region März 2005 Schulgarten

Theresia Krammer / Kampus Consulting 15


2.3. Laßnitzhöhe
2.3.1. Protokoll der Erstbegehung

1) Begehung und Ausmessen der für das Projekt vorgesehenen Fläche

Für eine Bepflanzung steht nur der Pausenhof zur Verfügung, der Bewegungsfläche für über 300 SchülerInnen bleiben muss. Die Lehrerinnen wünschen sich deshalb eine möglichst schmale Hecke, um den Bewegungsraum der Kinder nicht zu sehr einzuengen. 

2) Besprechung der Kulturen, Schwerpunktsetzung

Schwerpunkt ist eine Beeren Nasch- und Nutzhecke entlang des Zaunes. Daneben sollen einige alte Apfelsorten und ein Weingartenpfirsichbaum Platz finden. Auf einem benachbarten Grundstück soll ein Kartoffelacker mit einer alten Kartoffelsorte angelegt werden. 

3) Vorarbeiten seitens der Schule, bzw. der Gemeinde

Von der Gemeinde wird das Gerüst für die Beerenhecke rechtzeitig zum Pflanztermin im Herbst vorbereitet. Der Kartoffelacker wird vorbereitet, gepflanzt und gepflegt, da sich diese Arbeiten im Lehrplan der Schule nicht unterbringen lassen.

4) Einbindung der SchülerInnen in das Projekt

Die SchülerInnen der 2. Klasse werden Beerensträucher und Bäume im Herbst pflanzen. Alle anfallenden Früchte werden im Hauswirtschaftsunterricht verkocht. Die Kartoffeln werden von den SchülerInnen geerntet und (unter Einbindung der regionalen/lokalen Gastronomie) zu vielerlei Gerichten verkocht. 


2.3.2. Pflanzenliste

Beerenhecke, Obstbäume
Stk. Pflanze Sorte
40 Himbeeren versch. Sorten
3 Brombeeren versch. Sorten
1 Apfelbaum Kronprinz Rudolf
1 Apfelbaum Schafnase
1 Weingartenpfirsich rotfleischig


2.4. Nestelbach bei Graz
2.4.1. Protokoll der Erstbegehung

1) Begehung des Schulareals, Festlegung der zu bepflanzenden Fläche:

Die geplante Anlage eines Kräutergartens im Schulareal erweist sich als schwierig, es wurde ein bereits angelegter Garten von Kindern mutwillig zerstört. Es konnte eine gemeindeeigene Fläche an einem Südhang in der Nähe der Schule gefunden werden, die sich gut für einen Kräutergarten eignet. Die vorgesehene Fläche hat eine Größe von ca. 80 m² und wird im Süden durch eine Stützmauer begrenzt. Am linken Rand der Fläche befindet sich ein großer Baum, unter dem sich die Pflanzung alter Erdbeersorten anbietet. Der Platz für den „alten Apfelbaum“ wird nach der Schneeschmelze festgelegt.

2) Besprechung der Kulturen, Schwerpunktsetzung:

Im „Garten der Vielfalt“ bilden Kräuter, getrennt nach Würz-, Duft- und Teekräutern den Schwerpunkt. Besonderes Augenmerk wird auf die Auswahl seltener einjähriger und ausdauernder Kräuter gelegt. Die Umrandung des Gartens soll mit Buchsbaum erfolgen. Slow Region März 2005 Schulgarten

3) Vorarbeiten der Schule, bzw. der Gemeinde:

Es müssen einige Sträucher gerodet werden, diese Arbeit wird von der Gemeinde durchgeführt, ebenso das Umpflügen des Areals und die Herstellung eines 50 cm breiten Rindenmulchweges in der Mitte des Gartens. Die notwendigen Pflegearbeiten während der Schulferien werden nach Absprache mit dem Bürgermeister vom Putztrupp vorgenommen. 

4) Einbindung der SchülerInnen in das Projekt:

Die SchülerInnen der 4. Klassen werden die Einteilung des Gartens planen und die Kräuter sowie die Buchsbaumumrandung pflanzen. Im Werkunterricht werden Tontafeln mit den Kräuternamen hergestellt. Die Nutzung des Gartens soll fächer- und klassenübergreifend erfolgen. Eine genaue Aufteilung der Aufgaben wird bei der nächsten Konferenz vorgenommen.

Folgende Produkte sind geplant:
. Duftsackerl,
. Herstellung von Säften (Melisse),
. Herstellung von Teemischungen,
. Verwendung von Kräutern für die Schuljause,
. Schaugarten für die Bevölkerung.

2.4.2. Pflanzenliste

Kräutergarten
Stk. Pflanze Sorte
3 Winterheckenzwiebel fistulosum
6 Schnittlauch schoenoprasum
1 Port. Dill Samen
6 Kerbel cerefolium
3 Turiner Waldmeister taurina
3 Griech. Bergminze nepeta
10 Ringelblume officinalis
3 Kamille recutita
1 Zitronengras citratus
1 Gewürzfenchel vulgare
48 Lavendel versch.Sorten
1 Liebstock officinalis
3 Zitronenmelisse officinalis
3 Melisse gelbbunt Variegata
3 Schokoladenminze "After Eight"
Slow Region März 2005 Schulgarten

Theresia Krammer / Kampus Consulting 21

3 Orangenminze citrata
3 Goldmelisse Squaw
1 Genoveser Basilikum
3 Majoran winterfest majoricum
6 Petersilie glatt hortense
3 Salbei winterhart gelb, rot, bunt
3 Zuckerpflanze rebaudiana
15 Thymian 3x5 versch.
120 Buchsbaum Suffruticosa
100 Ananas Erdbeeren Mieze Schindler
1 Lorbeer nobilis


2.5. St. Marein bei Graz
2.5.1. Protokoll der Erstbegehung

1) Begehung des Schulareals und Festlegung der zu bepflanzenden Flächen

Die umgebaute Schule weist einen sehr schönen, großzügig gestalteten Innenhof auf, der zur Gänze im Sinne des Projektes umgestaltet werden soll. Weiters sind vor dem Schulgebäude einige Flächen vorhanden, die sich gut zur Anlage verschiedener Kräuterbeete und zum Pflanzen alter Apfelsorten eignen. Weiters sollen Sonnenblumen vor der Schule beim Haupteingang gesetzt werden. Sonnenblumen, Maulbeeren sowie Brombeerhecken werden von Bgm. Eicher bzw. Maria Nieß gesponsert.
Planung der Pflanzflächen: siehe Kap. 2.5.2. Pflanzenliste

2) Besprechung der Kulturen, Schwerpunktsetzung

Auf dem Schulhof und der Umgebung des Schulgebäudes soll ein „Apfelparadiesgarten“ entstehen, der alle zum Spielen, Erleben, Naschen, Verwerten und Staunen einlädt. Die einzelnen Beete und Rabatten sind auf beiliegendem Plan mit ihrer vielfältigen Bepflanzung angeführt.

3) Vorarbeiten seitens der Schule, bzw. der Gemeinde

Alle notwendigen Rodungsarbeiten werden vom Schulwart und den Gemeindebediensteten vorgenommen, ebenso das Pflanzfertigmachen der vorgesehenen Flächen. Die benötigten Gerüste und Kletterhilfen werden im Werkunterricht von der polytechnischen Schule hergestellt, ebenso das Kräuterhochbeet. 

4) Einbindung der SchülerInnen in das Projekt

Herstellung der Gerüste und Kletterhilfen von der polytechnischen Schule, beim Bepflanzen der Flächen werden alle SchülerInnen mithelfen. In allen Schulstufen wird es Schwerpunktthemen geben, in denen sich die Klassen mit den unterschiedlichsten Aspekten des Pflanzenwachstums, der Pflege und Verwertung beschäftigen werden.

2.5.3. Planzenliste

Pflanzenliste VS, HS, Poly St. Marein G.

1) Kräuterbeet
Stk. Pflanze Sorte
1 Frucht Dirndlstrauch Kasanlacker
1 Cornus mas
3 Heidelbeere versch. Sorte
1 Gewürzfenchel vulgare
1 Liebstock officinalis
2) Kräuterhochbeet
Stk. Pflanze Sorte
5 Schnittlauch schoenoprasum
5 Petersilie crispum
5 Petersilie hortense
3 Pimpinelle minor
1 Port Dill Samen
3 Kerbel cerefolium
1 Ysop officinalis
1 Genoveser Basilikum Nufar
1 Buschbasilikum griech. minimum
1 Basilikum Rubin
3 Oregano "Spezial" Hot u. Spicy
1 Balsam Salbei Nazareth
1 Salbei gelb gefl. Icterina
1 Salbei rotblättr. Rubra
6 Bohnenkraut kriechend repanda
1 Zuckerpflanze rebaudiana
10 Zwerg Thymian Compactus
Slow Region März 2005 Schulgarten

Theresia Krammer / Kampus Consulting 28

3) Erdbeerbeet
Stk. Pflanze Sorte
60 Erdbeeren versch. Sorten
1 Zitronengras citratus
1 Kiwi Maki
1 Kiwi Nostino
1 Ribisel alte Sorte

4) Südlicher Garten
Stk. Pflanze Sorte
1 Bayernfeige Violetta
10 Steinpilzthymian

4a) Südlicher Garten
Bestehende Pflanzung (Wein) bzw. Marille,
Brombeerhecke von Fr. Nieß

5) Labyrinth
Stk. Pflanze Sorte
1 Haselnuß rot
1 Haselnuß gelb
1 Mispel Lokalsorte
1 Quitte Lokalsorte
1 Cornus mas

Slow Region März 2005 Schulgarten

Theresia Krammer / Kampus Consulting 29

6) Himbeerwald
Stk. Pflanze Sorte
15 Himbeeren versch. Sorten

7) Apfelpavillon
8 Stk. Apfelbäume alte oststeir. Sorten

7a) Maulbeerdschungel Fr. Nieß

8) Melissenbeet
Stk. Pflanze Sorte
6 Zitronenmelisse officinalis
6 Melisse gelbbunt Variegata
6 Kreta Melisse altissima
7 Rosenmelisse fistulosa x tetraploid

9) Alte Apfelbäume
3 Stk. Apfelbäume Hochstamm

10) Kamillenteppich
48 Stk. Röm. Kamille d´ Ánjou

11) Sonnenblumen
Saatgut vorhanden

12) Duftwiese
25 St. Mattenthymian Minor


2.6. St. Margarethen a.d. Raab
2.6.1. Protokoll der Erstbegehung

1) Begehung des Schulareals, Festlegung der zu bepflanzenden Flächen:

hinter dem bestehenden Kräutergarten soll eine kleine Weinhecke angelegt werden, im Innenhof bietet sich eine kahle Betonwand zum Pflanzen eines Kiwistrauches an, der „alte Apfelbaum“ soll entweder im Innenhof oder vor dem Turnsaal Platz finden, eine gemischte Himbeer-/Brombeerhecke wird hinter dem Turnsaal angelegt, für das “Beerenbeet“ ist eine Fläche am Waldrand vorgesehen.

2) Besprechung der Kulturen, Schwerpunktsetzung:

Schwerpunkt des Projektes ist der Beerengarten mit alten und seltenen Beerensträuchern. Ein genauer Pflanzplan wird noch erstellt und mit Direktion und LehrerInnen abgesprochen. Verwendete Pflanzen: Kiwi, Goldparmäne, resistente Weinstöcke, Himbeeren, Brombeeren, Ribisel, Stachelbeeren, Mispeln, Jostabeeren

3) Vorarbeiten seitens der Schule, bzw. der Gemeinde:

Die Pflanzflächen werden, sobald eine Bearbeitung möglich ist, umgepflügt und bis zur Pflanzung der Sträucher im Herbst mit einer Gründüngung (Ringelblumen) versehen. Die Gerüste für die Wein-, Himbeer- und Brombeerhecken werden von der Gemeinde errichtet. 

4) Einbindung der Schüler in das Projekt:

Die SchülerInnen werden im Biologie-, Werk- und Hauswirtschaftsunterricht in das Projekt eingebunden, Herstellen der Beschriftungstafeln, Pflanzen und Betreuen der Kulturen, Ernten und Verarbeiten der Früchte (von den 3. Klassen frisch verarbeitet, von den 4. Klassen konserviert). 

2.6.2. Pflanzenliste

Beerenhecke
Stk. Pflanze Sorte
12 Himbeeren versch. Sorten
2 Brombeeren versch. Soren
Beerengarten
Stk. Pflanze Sorte
4 Ribisel rot versch. Sorten
4 Ribisel schwarz versch. Sorten
2 Stachelbeere versch. Sorten
2 Weinstöcke resistente Sorten
2 Kiwi versch. Sorten
1 Apfelbaum Goldparmäne

3. Weitere Schritte

Entsprechend der Weiterentwicklung und Umsetzung des Projektes im Sinne einer Slow Region wurden von Manfred Flieser am 08.03.2005 folgende Maßnahmen vorgeschlagen:

MASSNAHMEN ANMERKEN STATUS

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